3 Länder-Marathon

auch Heuer wieder bin ich mit Andreas nach Vorarlberg zum 3 Länder-Marathon gefahren. Der Zweiten Station meines Herbsttribbels. Am Samstag starteten wir um kurz vor zehn Uhr am Grazer Hauptbahnhof in Richtung Bludenz. Dort wurden wir bereits von Andis Vater erwartet. Mit dem Auto sind wir dann weiter nach Bregenz gefahren. Im Festspielhaus haben wir unsere Startnummern in Empfang genommen. Nach einem Spaziergang an der Seepromenade und einer Besichtigung der Seebühne, wo gerade Terandot aufgeführt wird, haben wir in Lustenau hervorragend chinesisch gegessen.

Der Sonntag hat zeitig begonnen. Frühstück, alles für den Lauf einpacken, anziehen. Mit dem Auto ging es wider nach Bregenz. Je weiter wir gegen Westen führen um so stärker wurde der Regen. Was auch seine Vorteile hatte. Wie wir später bemerkten. Vor dem Casino fanden wir einen Parkplatz. Über die Seepromenade gingen wir zum Anleger. Dort warteten keine Läufer auf das Schiff nach Lindau. So konnten wir ohne lange warten zu müssen sofort an Bord gehen. Die Überfahrt ging wie im letzten Jahr rasch und komplikationslos von statten. In Lindau wollte nur keiner aussteigen. Zum Regen war in der Zwischenzeit auch noch ein recht scharfer Wind dazu gekommen. Der Kapitän ermahnte mehrmals die Passagiere das Schiff rasch zu verlassen.

Wir ergatterten bei den Kleider-LKW’s einen Regenschutz und verzogen uns in die Altstadt von Lindau. In einem kleinen Kaffee fanden wir Zuflucht vor dem Wetter. Gegen 10.40 Uhr gaben wir unsere Kleidersackerl ab. Am Hafen hatte sich schon ein großer Teil der Läufer eingefunden. Der Sprecher und die Musikgruppe Taten ihr bestes die Meute bei Laune zu halten. Bei den üblichen Spielerein vor dem Start war die Bereitschaft besonders groß. Dann endlich um 11.10 kam der erlösende Startschuss. Wir starteten im dritten Block. Das Tempo war gut und so konnten wir unser angestrebtes Tompo von Beginn an laufen. Nur der Regen wollte nicht aufhören. Zum Glück hatte aber der Wind zwischen den Häusern und Bäumen fast aufgehört. Erst am See entlang wurde der Regen etwas weniger dafür aber kam der Wind wieder. Der Einlauf in Bregenz erfolgte dann bereits ohne Regen. Wie schon im letzten Jahr verloren ich Andreas bei der zweiten Labestation vor der Seebühne aus den Augen.

Hinter dem Stadion vorbei begann für nich der schöne Teil dieses Laufes. Durch die Auwälder führte die Strecke in Richtung Schweiz. Die Zuschauer waren heuer merklich weniger in den Ortschaften. Warscheinlich wegen des schlechten Wetters wollte keiner vor die Tür. Dann aber kam die Sonne heraus. Der Anblick der Wolken verhangenen Berge im Hintergrund mit den Wiesen und Wäldern war herrlich.

Und dann kam die Schweiz!

Mit viel Tamtam und Trara, Datteln und getrockneten Aprikosen würden wir in Empfang genommen. Die Schweizer fahren alles auf. Die Kräfte kehren zurück. Mit neuem Elan und von den Zuschauern vorangetragen laufen wir durch St. Margarethen. Zurück zum Rheinkanal. Meiner größten Herausforderung. Eine schier unendliche Gerade, mit netten Schildern gesäumt. Im heurigen Jahr noch schwieriger weil der Untergrund durch Bauarbeiten sehr locker ist. 32 km sind geschafft. Durch kleine Ortschaften und Wälder geht es weiter Richtung Bregenz. Die Kilometertaferl ziehen an mir vorbei. Bis schließlich die Tafel mit der 40 vor mir erscheint. Hurra, auch das wäre geschafft. Noch einmal Cola und Wasser für die letzten zwei Kilometer und weiter geht es durch den  Schlosshof. 41 km, gleich ist es geschafft. Leider wollte es nicht ohne Krampf gehen. Einfach weiter immer in Bewegung bleiben, da ist schon das Stadion. Noch einmal außen herum und rein in die Arena! 195 Meter noch! Für einen letzten zielsprint fehlt mir aber die Kraft und der Krampf meldet sich auch wieder. Die letzten Meter noch und dann hab ich es geschafft. 3:54,35 min. Eine Zeit mit der ich durchaus zufrieden bin. Das Erdinger Bier habe ich mir verdient. Noch eine Banane dazu und dann mache ich mich auf die Suche nach Andreas. Da ich ihn im Zielraum nicht finden kann lasse ich meine Medaille gravieren und hole meine Wäsche ab.  dann haben wir uns doch noch gefunden. Zur Belohnung gab es dann in Bludenz ein Cordon Blue mit Pomes und Salat.

trotz des anfänglich schlechten Wetters war es wieder ein sehr schöner und gut organisierter Lauf. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

1 Kommentar

  1. Toller Bericht – hätte ich lesen sollen, bevor ich meine geschrieben habe! Ja toll war es. Leider lieg ich jetzt mit Grippe im Bett.

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